Wegkreuze im Landkreis Wetterau
In überwiegend katholischen Gegenden sind sie heute noch häufig anzutreffen: Wegkreuze, Steinkreuze und Bildstöcke (in Bayern auch Marterl). Sie zeugen von der Frömmigkeit und Gottesfurcht unserer Vorfahren, manchmal auch von Dankbarkeit. Zudem dienten sie Reisenden und Händlern als Wegmarken und Wegweiser in einer Zeit, als die Wege schlecht und größtenteils nicht befestigt waren.
Nach und nach möchte ich hier die Wegkreuze aus meiner näheren Umgebung ablichten und vorstellen.
Steinernes Kreuz Friedberg
Im Friedberger Stadtteil "Vorstadt zum Garten" steht an der historischen Straße, die einst vom Burgtor Friedberg nach Ockstadt führte, noch heute ein Steinkreuz.
Die Inschrift darauf lautet: "DIESES HAT IOHANN SCHAFE ZUR EHR AUFRICHTEN LASSEN ANNO 1702 SEINES ALTERS 102 IAHR".

- Steinernes Kreuz in Friedberg
Foto von JanThePic bei Flickr
Wegkreuze Ober-Wöllstadt

- Ober-Wöllstadt Marienstraße

- Ober-Wöllstadt Bodenhäuser Feld
Wegkreuz in Ober-Wöllstadt auf dem Friedhof

- Ober-Wöllstadt Friedhof
Die Inschrift lautet (soweit lesbar): "Oh Ihr alle zusammen die ihr auf dem weg vürübergehet betrachtet sorg und sehet ob ihr schmerzen leydet meinen schmerzen gleych seid ihr ... ANO 1742"
Wegkreuz Ockstadt
Foto folgt ...
Wegkreuz Ober-Mörlen

- Ober-Mörlen an der Weinstraße
Wegkreuz Nieder-Mörlen
Foto folgt ...
Wegkreuze im Hochtaunus
Wegkreuz Bildstock Oberursel-Bommersheim
Südwestlich des Bad Homburger Autobahnkreuzes im Bommersheimer Feld nahe des St. Georgshofes steht noch heute ein alter Bildstock.
Der Bildstock steht vermutlich am Schnittpunkt der alten Weinstraße mit der römischen Saalburgstraße. In der Bildstocknische befindet sich ein modernes Kreuzigungsbild; sie wurde mit einem modernen Schmiedegitter 1992 verschlossen.
Hans Riedel vermutet in seinem 1970 erschienenen Beitrag für die "Mitteilungen" des Geschichtsvereins, dass die vier Bommersheimer Bildstöcke "aus dem frühen Spätmittelalter oder der frühen Neuzeit" stammen und nicht nur der religiösen Erbauung gedient haben. Sie waren wichtige Wegmarken an den Landstraßen und Orientierungspunkte in der heimatlichen Flur für die bäuerliche Bevölkerung.
Rotes Kreuz
Am höchsten Taunuspaß auf 688 m steht ein rotes Sandsteinkreuz. Angeblich sollen hier früher 2 Kinder erfroren sein.








